Page 311 - BOLA Profi-Laborbedarf
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Schläuche - Hinweise Dünne Schläuche
bei Vakuum oder hohen Temperaturen
Bei hohen Temperaturen, im Vakuumbetrieb oder bei dünnen Wandstärken empfiehlt es sich, den Schlauch im Bereich der Laborverschraubung zu stützen. Dies kann beispielsweise durch die Verwendung eines Glas- oder Metallrohrabschnittes geschehen. Der Schlauch kann dadurch nicht mehr nach innen ausweichen und undicht werden. Über diesen Trick ist es natürlich auch möglich, elastische, gummiartige Schläuche mit der BOLA- Laborverschraubung an Glasgewinden zu befestigen.
Toleranzen für PTFE-, PFA-, FEP-Schläuche
Die hier aufgeführten Schläuche sind maßlich exakt auf die BOLA-Ver- schraubungssysteme abgestimmt. Sie können daher sicher sein, dass alle Fittings und Verschraubungen zueinander passen. In der Praxis hat sich gezeigt, dass Schläuche eine gewisse Toleranz im Außendurchmesser wie auch in der Wandstärke aufweisen. Die hier aufgeführten Schläuche sind mehrmals geprüft. Als Grundlage hierfür dienen strenge BOLA-interne Normen, die weit über die marktüblich qualitativen und maßlichen Anfor- derungen hinausgehen.
Neben dem Außendurchmesser eines Schlauches ist auch die Wandstär- ke für die Qualitätsbeurteilung wichtig. Wir bei BOLA haben auch für die Wandstärke eine strengere Toleranz gesetzt als sie typischerweise angewandt wird. Vor allem lassen wir nicht zu, dass auf Grund von Ver- kettungen von Toleranzen der Schlauch ein ganz anderes Maß erhält als eigentlich gewünscht. Deshalb darf die Wanddicke der BOLA-Schläuche nur innerhalb der Toleranz des Außen-Ø wie nebenstehend variieren.
Weiterhin werden die Schläuche daraufhin überwacht, dass sie keine Materialfehler (z.B. Fremdteilcheneinschlüsse) oder Längsrillen bzw. Querriefen und keine Unebenheiten am Außen-Ø und Innen-Ø aufweisen.
Verarbeitung - PTFE-Schrumpfschläuche
Eine Schrumpfung sollte bei einer Temperatur von +340 °C ±10 °C erfol- gen. (Bei ca. +327 °C verliert PTFE seine milchige Farbe und wird glasig.) Achtung, auch das zu beschrumpfende Teil muss in der Lage sein, dieser Temperatur zu widerstehen. Über +350 °C kommt es zu einer Überhitzung des Schrumpfschlauches, welche das plastische Gedächtnis (Schrumpf- eigenschaft) des Schlauches zerstört und ihn damit unbrauchbar macht. Eine rundum gleichmäßige Erhitzung und Kühlung liefert die besten Ergeb- nisse, andernfalls können Falten und Risse entstehen. Als Heizquellen sind Öfen, wie auch Heißluftgebläse geeignet. Von Gasflammen ist drin- gend abzuraten, da es hier sehr leicht zu punktuellen Überhitzungen kom- men kann. Bedingt durch den Fertigungsprozess kann beim Anschrumpfen eine Längsschrumpfung eintreten. Sie kann bis zu 15 % betragen.
  Nenn-Ø außen
mm
 0,4–2,9
 3,0–10,0
 10,1–16,0
 16,1–22,0
 über 22,1
 Toleranz Außen-Ø
mm
 ± 0,05
 ± 0,10
 ± 0,15
 ± 0,20
 ± 0,20
  Wanddicke
mm
 0,1–0,3
 0,4–1,0
 1,1–2,0
 über 2,1
 Toleranz
mm
 ± 0,025
 ± 0,05
 ± 0,10
 ± 0,20
  Hotline +49 (0) 93 46-92 86-0
  299
 TECHNISCHE INFORMATIONEN





























































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