Sicherheitshinweise

Hauptrisiken und ungünstige Auswirkungen

Fluorkunststoffe sind inerte Kunststoffe, für die menschliche Gesundheit und die Umwelt bestehen bei normalem Gebrauch keine Risiken. Wird das Material Temperaturen von > 350 °C ausgesetzt, besteht die Gefahr der Freisetzung schädlicher Stoffe, HF, COF2 und anderer Stoffe, die extrem ätzend sind, und die schwere, nicht sofort registrierbare Verätzungen hervorrufen können.

Symptome nach Kontakt

Die bei der thermischern Zersetzung frei werdenden Stoffe sind bei Kontakt mit Augen oder Haut sowie beim Einatmen sehr gefährlich.

Augenkontakt: Rötung, Irritation, Brennen
Hautkontakt: Rötung, Irritation, Brennen
Einatmen: Kopfschmerzen, Kurzatmigkeit, Unwohlsein, Schütteln, Fieber („Polymerisationsfieber“, erhöhter Puls)

Für den Fall, dass Zersetzungsgase eingeatmet wurden:
Die Symptome treten unter Umständen erst einige Stunden nach dem Einatmen auf. Eine schnelle medizinische Betreuung ist zur Begrenzung nachhaltiger Schäden extrem wichtig!

Erste Hilfe Maßnahmen

Nach dem Einatmen der Zersetzungsdämpfe ist ein schnelles Einsetzen der medizinischen Hilfe extrem wichtig. Nach einer möglichen Inhalation sofort die Betroffenen an die frische Luft bringen und Sauerstoff geben. Bei Atemstillstand künstlich beatmen; ev. Mund zu Mund Beatmung durchführen.

  • Bei Augenkontakt sofort mit viel Wasser spülen für mindestens 15 Minuten.
  • Bei Hautkontakt sofort mit viel Wasser und Seife waschen (besonders auf gutes Spülen der Haut unter den Nägeln achten).
  • Darüber hinaus sollte immer und sofort medizinische Hilfe angefordert werden!

Erste-Hilfe-Massnahmen

Maßnahmen zur Brandbekämpfung

Mögliche Risiken bestehen aufgrund ätzender und giftiger Beiprodukte durch thermische Zersetzung (HF und COF2).

Vorsichtsmaßnahmen im Brandfall:
Produkt von Brandquelle entfernen, Vorsicht walten lassen. In Gegenrichtung des Windes und in ausreichendem Abstand aufhalten. Als geeignete Löschmittel sind Wassersprühen, -nebel, -strahl, CO2, Trockenschaum, Erde / Sand anzusehen. Spezielle Schutzmaßnahmen wie unabhängiges Atemgerät und Hautschutz gegen die HF-Dämpfe sind zu tragen.

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