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Technische Informationen

Reinigung von Fluorkunststoffen

Alle FluorkunststoffeGlossarFluorkunststoffegehören zur Gruppe der ThermoplasteGlossarThermoplaste sind technische Kunststoffe, die durch Erwärmen erweicht und durch Abkühlung wieder erhärtet werden können. Bei Raumtemperatur liegen sie in fester Phase vor. ., PTFEGlossarPTFEPolytetrafluorethylen, PFAGlossarPFAPerflouralkoxy und FEPGlossarFEPPerfluorethylenpropylen-Copolymer haben eine beständige, nicht benetzbare Oberfläche, die sehr leicht zu reinigen ist. Hierzu benutzen Sie bitte keine scheuernden Reinigungsmittel, da diese die Oberfläche aufrauhen und bei den Materialien PFAGlossarPFAPerflouralkoxy und FEPGlossarFEPPerfluorethylenpropylen-Copolymer zu einer Eintrübung der Gefäßwand führen würden. Verwenden können Sie alle gängigen Neutralreiniger (pH 7). Bei starker Verschmutzung empfiehlt sich ein alkalischer Reiniger bis pH 12. Vor dem Reinigen und Trocknen in einem Laborspülautomaten schrauben Sie bitte die Verschlüsse vollständig ab.

Autoklavierbar bei +121 °C

Gefäße aus PTFEGlossarPTFEPolytetrafluorethylen, PFAGlossarPFAPerflouralkoxy oder FEPGlossarFEPPerfluorethylenpropylen-Copolymer können bei +121 °C autoklaviert bzw. sterilisiert werden. Dies kann z. B. im Dampfraum geschehen, oder trocken bei +160 °C. Um plastische Verformungen zu vermeiden, dürfen Gefäße mit Verschraubungen oder Stopfen nur im geöffneten Zustand autoklaviert werden. Das Autoklavieren von geschlossenen Gefäßen führt zur Zerstörung der Gefäße.

Reinigung für die Spurenanalytik

Um Kontaminationen von Kat- und Anionen in der Spurenanalytik zu vermeiden, sollten die Gefäße mit einer 1NHCL und HNO3-Lösung über max. 6 Stunden bei Raumtemperatur stehengelassen und anschließend mit gereinigtem, destilliertem Wasser gespült werden.

Druckbeständigkeit von Flaschen

Aufgrund der geringen Wandstärke sollten Flaschen aus PTFEGlossarPTFEPolytetrafluorethylen, PFAGlossarPFAPerflouralkoxy oder FEPGlossarFEPPerfluorethylenpropylen-Copolymer nicht zum Arbeiten bei Überdruck (Innenraum) verwendet werden. Es könnte sonst zu einer bleibenden Verformung kommen. Besser geeignet sind hierfür die Druckaufschlussgefäße.

Beheizung von Fluorkunststoffen

Die Schwierigkeit bei der Beheizung von PTFEGlossarPTFEPolytetrafluorethylen-Gefäßen ist zum einen der schlechte Wäremeübergang und zum anderen die maximale Oberflächentemperatur, die auf keinen Fall überschritten werden darf. Es gibt verschiedene Methoden, um PTFEGlossarPTFEPolytetrafluorethylen-
Laborgeräte zu beheizen:

Beheizung mit einer Heizhaube mit Oberflächenfühler:

Bei der Beheizung mit einer Heizhaube wird das Gefäß großflächig ummantelt. Dies fördert die Wärmeübertragung und verringert die Aufheizphase. Die Heizhaube muss unbedingt mit einem Oberflächenfühler ausgestattet sein. Dieser misst die Temperatur direkt an der Oberfläche des PTFEGlossarPTFEPolytetrafluorethylen und schaltet  die Energiezufuhr ab, wenn die Temperatur über +260 °C ansteigt. Nur so wird verhindert, dass durch temporäre Überhitzungen gesundheitsgefährdende Zersetzungsprodukte entstehen.

Von der Verwendung von „normalen“ Heizhauben und Steuerungen ist abzuraten; Sie erhalten sonst ähnliche Effekte wie bei der Benutzung einer Heizplatte.

Beheizung mit einem Thermostaten:

Hier erfolgt der Wärmeübergang durch das Badmedium (Öle oder andere wässrige Flüssigkeiten). Durch die Regelung des Thermostaten wird erreicht, dass an der Oberfläche des Gefäßes keine zu hohen Temperaturen am PTFEGlossarPTFEPolytetrafluorethylen anliegen. Auch der Wärmeübergang ist gut, da, je nach Eintauchtiefe, eine große Fläche zum Wärmeübergang bereitsteht. Allein das Hantieren mit Ölen bei höheren Temperaturen und die damit verbundene Gefährdung lassen einen kleinen Wermutstropfen entstehen.

Nicht geeignete Methoden sind:

Mit einer Flamme (z.B. Gasbrenner):
Hier kann die Oberflächentemperatur am PTFEGlossarPTFEPolytetrafluorethylen nicht kontrolliert werden. Durch die temporäre Überhitzung entstehen Zersetzungsprodukte, die immens gesundheitsgefährdend sind.

Durch eine Heizplatte:
Auch hier kommt es zu Überhitzungen. Die handelsüblichen Heizplatten kennen nur den Schaltzustand „heizen“ oder „aus“. Während der Heizphase wird mit der vollen Leistung geheizt, um dann einige Sekunden später eine fast glühende Heizplatte zu erhalten. Danach schaltet die Steuerung der Heizplatte ab und heizt nur noch sekundenweise. Dieses sogenannte „Punkten“ reicht aber, um die maximal zulässige Temperatur von +260 °C bei weitem zu überschreiten. Da nützt es auch nichts, dass man am Stellknopf nur auf +150 °C eingestellt hatte. Laborgeräte aus PTFEGlossarPTFEPolytetrafluorethylen verkohlen dann an der Unterseite und verkleben mit der Heizplatte. Bei den Thermoplasten FEPGlossarFEPPerfluorethylenpropylen-Copolymer und PFAGlossarPFAPerflouralkoxy ist ein direktes Verschmelzen, ähnlich einem Schmelzkleber zu beobachten. Dies kann zwar durch das Dazwischenlegen einer Aluminumfolie verhindert wer den, aber die gesundheitlichen Gefährdungen bleiben bestehen.